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LANDKARTEN DER SEELE
"Als Choreographin möchte ich die Natur menschlicher Erfahrung offenbaren, indem ich Möglichkeiten aufzeige, wie verschiedene und erweiterte Stufen von Erkenntnis und Bewusstsein erlangt und kultiviert werden können.
Meine Arbeit agiert dabei als Vermittler zwischen den Welten: dem fühlenden Körper und den Dimensionen der Wahrnehmung auf der einen und den Innenwelten der Tanzenden und der Zuschauer auf der anderen Seite. Das Wechselspiel zwischen diesen Welten verstehe ich als Kommunikation intimen Charakters, die durch den tänzerischen Ausdruck und dessen Wahrnehmung inspiriert werden kann.
Um einen solchen Austausch zu erreichen, steht im Mittelpunkt meiner choreographischen Arbeit die aufmerksame Beobachtung von körperlichen Empfindungen. |
Durch diese Zentrierung wird unser Wahrnehmungspotenzial differenziert und geschärft und erlaubt uns ein aufmerksames Auf- und Abtauchen zwischen Erfahrungslandschaften und gibt uns die Möglichkeit, uns feinfühlig in den Landkarten der Seele zu bewegen.
Ich verstehe den bewegten Körper als transparentes Wesen, von dem man viele Informationen ablesen kann und der sich in einem konstanten Transformationsprozess befindet, dabei sich und seine Umwelt verändernd.
Ich stelle mir unsere Gedanken und Emotionen als Landkarten narrativen Charakters vor und sehe den Körper darin tanzend in einer Geographie von vergangenen und zukünftigen Projektionen und gegenwärtigen Empfindungen."
Isabel Cuesta 2010
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