08. November.2011 Dienstag 00.30 Uhr Amsterdam
What does intimacy mean in this world of limitless individual exposure?
Wir sind außer uns, wir sind in einem Zustand des Deliriums, berauscht von der Menge an Informationen, die auf uns einprasselt. Das Delirium der Kommunikation hat alle Grenzen der Moral und Ethik überschritten. Selbst die schockierenden Nachrichten kann man sich "live" anschauen, wie die Jagd und Tötung von Osama Bin Laden oder die Naturkatastrophe des diesjährigen Erdbebens und des Tsunamis in Japan. In dieser Zeit virtueller Realitäten scheint der Körper zu verschwinden um virtuelles Objekt zu werden. Wir suchen oft Trost durch eine Art Masseneuphorie. Wir verschmelzen zu einem größeren Körper: dem medialen Körper in der Form von sozialen Vernetzungen über das Internet. Auf dieser Weise teilen wir unsere Reaktion auf Musik, Tanz, Stimmung und die Nachrichten in einer nicht greifbaren Welt. Welche ist die Sprache des eigenen Körpers in diesem Zusammenhang? Was sind die entsprechenden Codes der Bewegung und Emotion? Wie können wir zueinander echte Verbindungen aufbauen?
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V E N E N O Das Gift, das mich so vergiftet, dass ich Dich nicht mehr zuhöre, Dich nicht mehr sehe. Diese Vergiftung, die sich so in mir ausbreitet bis alle Wörter, alle Taten, Alles was von mir ausgeht nur dieses Gift ist.
Was ist es, das den menschlichen Geist und Verstand vergiftet, und dazu treibt Aggression zu entwickeln, gewalttätig zu werden? Kann man tatsächlich davon sprechen, dass jeder von uns potenziell zu der grausamsten Gewalttaten fähig ist, dass die Macht der Umstände, die Macht des familiären, sozialen oder kulturellen Rahmens uns dazu treiben kann unmenschliche Taten zu verrichten? Und in wie fern werden wir von der Gewalt betroffen, die wir nicht direkt miterleben? Wie verändert es uns, in einem Land, in einer Gesellschaft, in einer Familie aufzuwachsen, deren Geschichte von Gewalt geprägt ist?
Die Theorie von dem Verhaltensforscher Konrad Lorenz, dass Gewalt geerbt, angeboren und unvermeidlich sei, wird in dieser Form nicht mehr vertreten. Vielmehr gilt heutzutage die Ansicht, wie in der Milieutheorie von Hyppolite Taine, dass jeder Mensch zu jedem Verhalten veranlasst werden könne, wenn er nur im richtigen (oder falschen) Milieu aufgewachsen und sozialisiert werde.
„...jeder von uns hat das Potential, selbstsüchtig oder zerstörerisch zu agieren - wenn die Umstände es erlauben und hervorrufen. „ (Philip Zimbardo, Interview „In Jedem von uns steckt ein Teufel“ von Humbertus Breuer, 01.08.2007, Süddeutsche Zeitung)
Welche sind die Umstände, die den Geist, den Verstand des Menschen vergiften und ihn dazu bringen andere zu schädigen, zu verletzten, zu töten? Was ist die Information die unser Herz, unseren Verstand mit Aggression kontaminiert?
In politisch geführten Kriegen wird der Gegner „der Andere“ in einer Massenpropaganda als „der Feind“ dargestellt. Massen werden darüber aufgeklärt wer „böse“ und „schuldig“ ist. So wird eine feindselige Mentalität gegen den Anderen festgelegt, man visualisiert den Anderen als Bedrohung und allmählich reagieren die Menschen „instinktiv“ misstrauisch gegenüber dem inszenierten Gegner. Das ist auch der Fall bei ethnisch motivierter Gewalt und sogar auch im Falle des Amokläufers, der in scheinbarer sozialer Isolation, seine Umgebung verantwortlich machen will. *************** 2010. Arnhem
UITOTO KOSMOLOGIE
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Unter der Welt der Menschen liegt die erste Unterwelt, die Welt der Vorfahren der Uitoto, die auch Okinuyema ibireigenannt wird.
Das Wort Okinuyema steht hier für einen der wichtigsten mythologischen Vorfahren der Uitoto. An diesen Ort, an dem auch die restlichen Vorfahren leben, kehren die Uitoto nach dem Tode zurück.
Die Seelen verbannter Menschen gehen in den Himmel auf zu Husiniamui. Unter der ersten Unterwelt liegt der Wohnsitz des Urvaters, die unterste Welt, die Hudyarai oder Igori heißt und von Feuer erfüllt ist.
Die Menschen sind durch eine Höhle im Osten an die Oberfläche aufgestiegen. Der Ort des Aufstieges, also die Höhle, wird auch gleichgesetzt mit dem Ort des Sonnenaufgangs (Biko Buadiagomei). Benachbarte Stämme, die im Osten leben, werden als direkte Vorfahren der Uitoto angesehen (Muinane). (Preuss 1921, S.49)





